VEH
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
Die Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 bis in die 70er Jahre stellt ein unrühmliches Kapitel deutscher Sozialgeschichte dar.
Der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. setzt sich mit Petitionen an die Rechtsnachfolger der damaligen Trägerorganisationen bei den zuständigen kirchenlichen und staatlichen Stellen für die Aufarbeitung des damals geschehenen Unrechts ein.
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Thema: Ehemalige Heimkinder
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DDP-Meldung vom 23.09.2008, 15:19 Uhr
Sozialministerin will Aufklärung von Misshandlungsfällen in Heimen
Hannover (ddp-nrd). Wegen der Misshandlung von Heimkindern in den 50er und 60er Jahren hat Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) damals Betroffene zur Mithilfe bei der Aufklärung aufgefordert. Diese könnten sich mit detaillierten Informationen über erlittene Misshandlungen an das Sozialministerium wenden, sagte die Ministerin am Dienstag in Hannover. Sie betonte: «Wir sind um Aufklärung bemüht.» Das erlittene Leid rechtfertige auch mehr als ein halbes Jahrhundert später noch jede Anstrengung. Das Sozialministerium forderte den Angaben zufolge inzwischen Akten aus dem Hauptstaatsarchiv an. Es gehe darum, festzustellen, ob und gegebenenfalls welche Misshandlungen in kirchlichen wie auch staatlichen Kinderheimen der 50er und 60er Jahre aktenkundig sind und wie Heimaufsichtsbehörden bei möglichen Verstößen reagiert haben. Ross-Luttmann erinnerte daran, dass der Petitionsausschuss des Bundestages zwischenzeitlich mehrere Anhörungen zu diesem Thema durchgeführt habe. Das Gremium habe seine Arbeit noch nicht abgeschlossen, betonte sie. Ehemalige Heimbewohner können das Fachreferat Kinder- und Jugendhilfe des niedersächsischen Sozialministeriums unter der Telefonnummer 0511-120 3010 erreichen. Zuschriften sind auch an die Postadresse Niedersächsisches Sozialministerium, Referat 301, Postfach 1 41, 30159 Hannover zu richten. (ddp) © ddp Deutscher Depeschendienst GmbH
LVR arbeitet frühere Kinderheim-Missstände auf
Der Landschaftsverband Rheinland arbeitet die Geschichte seiner Kinder- und Jugendheime in den 50er bis 70er Jahren auf. Drei Historiker wurden beauftragt, die Geschehnisse in den sechs damaligen Jugendhilfeeinrichtungen zu erforschen.
Außerdem gibt es eine Hotline, um traumatisierten ehemaligen Heimkindern etwa bei der Suche nach Akten oder auch psychologisch zu helfen. Anlass sind Berichte Betroffener über Gewalt und Misshandlungen in staatlichen und kirchlichen Heimen.
Die Nummer der LVR-Hotline: 0221/809-4001
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Meldung vom 2008-09-22 15:01:00
Käßmann: Misshandlungen in kirchlichen Kinderheimen
Rotenburger Werke entschuldigen sich bei Opfern
Die Rotenburger Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren solle in einem Buch zur Geschichte der Werke aufgearbeitet werden, kündigte Wendland-Park an. Damals sei der Rohrstock in mancher Volksschule noch ein probates Erziehungsmittel gewesen. In häufig zu großen Gruppen habe es eine strenge hierarchische Struktur gegeben und so gut wie keine Diskussionskultur. Das Personal sei oft kaum oder gar nicht ausgebildet gewesen.
Die Situation damals sei mit heute nicht vergleichbar, sagte Wendland-Park. Sie begrüßte die Studie "Gewalt und Unrecht in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre", mit der die Diakonie zurzeit den Alltag in den Heimen der Nachkriegszeit erforscht. Ausgangspunkt waren Berichte ehemaliger Heimkinder über Misshandlungen, Erniedrigungen und wirtschaftliche Ausbeutung in konfessionellen und staatlichen Heimen.
Am Montag war bekannt geworden, dass die Misshandlungen bis hin zu sexuellem Missbrauch reichten. Prügelstrafen und Schikanen seien in manchen Heimen an der Tagesordnung gewesen. Das Diakonische Werk der hannoverschen Landeskirche hat eine Telefon-Hotline für die Opfer geschaltet.
Internet: www.rotenburgerwerke.de
(epd Niedersachsen-Bremen/b2644/19.09.08)