VEH

Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

Die Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 bis in die 70er Jahre stellt ein unrühmliches Kapitel deutscher Sozialgeschichte dar.

Der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. setzt sich mit Petitionen an die Rechtsnachfolger  der damaligen Trägerorganisationen bei den zuständigen kirchenlichen und staatlichen Stellen für die Aufarbeitung des damals geschehenen Unrechts ein.

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Am 26.11.2008

Öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages in Berlin

Bundestagspräsident gibt Ergebnis der Sitzungen des Ausschusses bekannt.

Thema: Ehemalige Heimkinder

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DDP-Meldung vom 23.09.2008, 15:19 Uhr


Sozialministerin will Aufklärung von Misshandlungsfällen in Heimen

Hannover (ddp-nrd). Wegen der Misshandlung von Heimkindern in den 50er und 60er Jahren hat Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) damals Betroffene zur Mithilfe bei der Aufklärung aufgefordert. Diese könnten sich mit detaillierten Informationen über erlittene Misshandlungen an das Sozialministerium wenden, sagte die Ministerin am Dienstag in Hannover. Sie betonte: «Wir sind um Aufklärung bemüht.» Das erlittene Leid rechtfertige auch mehr als ein halbes Jahrhundert später noch jede Anstrengung. Das Sozialministerium forderte den Angaben zufolge inzwischen Akten aus dem Hauptstaatsarchiv an. Es gehe darum, festzustellen, ob und gegebenenfalls welche Misshandlungen in kirchlichen wie auch staatlichen Kinderheimen der 50er und 60er Jahre aktenkundig sind und wie Heimaufsichtsbehörden bei möglichen Verstößen reagiert haben. Ross-Luttmann erinnerte daran, dass der Petitionsausschuss des Bundestages zwischenzeitlich mehrere Anhörungen zu diesem Thema durchgeführt habe. Das Gremium habe seine Arbeit noch nicht abgeschlossen, betonte sie. Ehemalige Heimbewohner können das Fachreferat Kinder- und Jugendhilfe des niedersächsischen Sozialministeriums unter der Telefonnummer 0511-120 3010 erreichen. Zuschriften sind auch an die Postadresse Niedersächsisches Sozialministerium, Referat 301, Postfach 1 41, 30159 Hannover zu richten. (ddp) © ddp Deutscher Depeschendienst GmbH

LVR arbeitet frühere Kinderheim-Missstände auf

Der Landschaftsverband Rheinland arbeitet die Geschichte seiner Kinder- und Jugendheime in den 50er bis 70er Jahren auf. Drei Historiker wurden beauftragt, die Geschehnisse in den sechs damaligen  Jugendhilfeeinrichtungen zu erforschen.

Außerdem gibt es eine Hotline, um traumatisierten ehemaligen Heimkindern etwa bei der Suche nach Akten oder auch psychologisch zu helfen. Anlass sind Berichte Betroffener über Gewalt und Misshandlungen in staatlichen und kirchlichen Heimen.

Die Nummer der LVR-Hotline: 0221/809-4001

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Meldung vom 2008-09-22 15:01:00

Käßmann: Misshandlungen in kirchlichen Kinderheimen

Springe (ddp).


Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann fordert die konsequente Aufdeckung von Misshandlungen in kirchlichen Kinderheimen in den 50er und 60er Jahren. Die vom Diakonischen Werk eingeleiteten Untersuchungen hätten gezeigt, dass es auch «Menschenrechtsverletzungen, sexuelle Übergriffe durch Einzelne in unseren Institutionen» gab, sagte Käßmann am Montag in Springe. All das müsse aufgedeckt, die Opfer müssten gehört und die Täter ermittelt werden. Es sei «ganz offensichtlich», dass es in der Vergangenheit Verfehlungen in kirchlichen beziehungsweise diakonischen Einrichtungen gegeben habe, sagte Käßmann. Wie in der Gesellschaft insgesamt habe auch in der Kirche die Prügelstrafe als normal gegolten. «Die Verletzung der Verletzbarsten war an der Tagesordnung, da haben wir auch als Institution Schuld auf uns geladen», sagte sie. Käßmann verwies in ihrem Vortrag, in dem sie sich zu der Studie «Gewalt und Unrecht in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre» des Diakonischen Werks der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover äußerte, auf den grundlegenden Wandel in der Erziehung. Es dürfe deshalb nicht zugelassen werden, dass die «hervorragende, das Kind stützende und fördernde Arbeit» der Mitarbeiter in den Einrichtungen «durch die Verfehlungen der Vergangenheit» in Frage gestellt werde, sagte sie. ddp/bei/stu
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Entschädigung: Bundestag will sich um ausgebeutete Heimkinder kümmern © ZEIT online, Tagesspiegel | 21.09.2008 

In den 50er und 60er Jahren wurden Kinder in deutschen Heimen zur Arbeit gezwungen und ausgebeutet. Für Wiedergutmachung will sich nun der Bundestag einsetzen. Nach der evangelischen Kirche will nun auch der Bundestag die lange verschwiegene Ausbeutung von Kindern in deutschen Heimen zwischen 1945 und 1970 thematisieren. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, hat der Petitionsausschuss eine entsprechende Vorlage erarbeitet. Darüber hinaus will das Gremium nach Möglichkeiten der Wiedergutmachung für die Misshandlungen suchen. Geplant sei eine bundesweite Konferenz, auf der Vertreter der Betroffenen mit ehemaligen Betreibern der Heime über konkrete Hilfen für die Geschädigten beraten sollen. Der Präsident der Diakonie, Klaus-Dieter Kottnik, habe Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, die Finanzierung zu übernehmen. Vorgeschlagen wurde demnach auch eine Stiftung, in der neben Kirchen und Staat diejenigen Firmen einzahlen sollen, die von der Kinderarbeit profitiert haben. Anfang vergangener Woche hatte die Diakonie in Niedersachsen die Misshandlung und den Missbrauch von Kindern in ihren Heimen in den 50er und 60er Jahren eingeräumt. (ut/dpa)
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Rotenburger Werke entschuldigen sich bei Opfern


Rotenburg (epd). Die Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke, Jutta Wendland-Park, hat sich bei den Opfern von Kindesmisshandlungen in den Erziehungsheimen der Einrichtung in der Nachkriegszeit entschuldigt. "Wo immer Unrecht geschah, entschuldigen wir uns von ganzem Herzen", heißt es in einer Stellungnahme der Theologin von Freitag. Auch in den Rotenburger Werken habe es Fälle von Unrecht gegeben, die nicht verheimlicht werden sollten.

Die Rotenburger Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren solle in einem Buch zur Geschichte der Werke aufgearbeitet werden, kündigte Wendland-Park an. Damals sei der Rohrstock in mancher Volksschule noch ein probates Erziehungsmittel gewesen. In häufig zu großen Gruppen habe es eine strenge hierarchische Struktur gegeben und so gut wie keine Diskussionskultur. Das Personal sei oft kaum oder gar nicht ausgebildet gewesen.

Die Situation damals sei mit heute nicht vergleichbar, sagte Wendland-Park. Sie begrüßte die Studie "Gewalt und Unrecht in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre", mit der die Diakonie zurzeit den Alltag in den Heimen der Nachkriegszeit erforscht. Ausgangspunkt waren Berichte ehemaliger Heimkinder über Misshandlungen, Erniedrigungen und wirtschaftliche Ausbeutung in konfessionellen und staatlichen Heimen.

Am Montag war bekannt geworden, dass die Misshandlungen bis hin zu sexuellem Missbrauch reichten. Prügelstrafen und Schikanen seien in manchen Heimen an der Tagesordnung gewesen. Das Diakonische Werk der hannoverschen Landeskirche hat eine Telefon-Hotline für die Opfer geschaltet.

Internet: www.rotenburgerwerke.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b2644/19.09.08)
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